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SCHNITTBERICHT


Infos & Plakate  -  Zensur  -  DVD/VHS

Der Schnittbericht ist nicht ganz einfach, da keine komplett ungeschnittene Version veröffentlicht wurde. In der deutschen Fassung fehlen zwei Dinge: Die dunkelhäutige Zentaurin und der Moderator. Genaueres dazu folgt weiter unten.

Für die Statistik schonmal folgende Werte:
Bei den Zentauren-Szenen wurden 8 Sekunden gekürzt, 8 Sekunden durch andere Szenenwiederholungen ersetzt und 27 Sekunden lang stark ins Bild hineingezoomt, macht insgesamt 43 Sekunden.
Bei den Moderationen wurden 597 Sekunden gekürzt und weitere 196 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt, macht zusammen 793 Sekunden (=13 Minuten und 13 Sekunden. Wenn das mal kein Unglück bringt)

Die Zeitangaben beziehen sich auf die deutsche DVD. Diese läuft etwas schneller als die US-DVD. Die Längenangaben der Schnitte wurden entsprechend umgerechnet.


DIE SCHWARZE ZENTAURIN

Widmen wir uns zuerst den Schnitten im Zeichentrickteil:
Bereits in den 60er Jahren wurden aus Fantasia alle Szenen entfernt, in denen eine dunkelhäuige Zentaurin als "Hausmädchen" zu sehen ist. Hiervon sind alle bekannten Video- und DVD-Veröffentlichungen betroffen (auch die amerikanische "Special 60th Aniversary Version", die auf dem Cover mit "Original Uncut Version" wirbt). Teilweise wurde in das Bild hineingezoomt um die Zentaurin zu verdecken, teilweise wurden Szenen auch gekürzt oder durch andere Bilder ersetzt. Die dt. und die amerikanische Version gingen dabei unterschiedlich zu Werke, so daß die Musiksynchronität bei diesen Fassungen an einigen Stellen unterschiedlich ist.

1.07.43 - 1.07.48
Die dunkelhäutige Zentaurin manikürt die Füße einer gelbblauen Zentaurin.
Sowohl auf der deutschen wie auf der US-DVD ist nur ein Bildausschnitt zu sehen (siehe Markierung) um die dunkelhäutige Zentaurin zu entfernen.
(5 Sekunden lang nur Bildausschnitt zu sehen)


fanta01.jpg © Disney  fanta02.jpg © Disney  fanta03.jpg © Disney

1.08.53
Die dunkelhäutige Zentaurin steckt der gelbblauen Zentaurin Blumen in den Schweif. Als diese aufsteht wirbeln die Blumen umher, die dunkelhäutige Zentaurin schaut böse.
Diese Szene fehlt auf der dt. und der US-DVD komplett
(5 Sekunden fehlen)


fanta04.jpg © Disney  fanta05.jpg © Disney  fanta06.jpg © Disney

1.08.53 - 1.08.57
Direkt im Anschluß an den vorherigen Schnitt beobachten mehrere weibliche Zentaurinnen die heraneilenden männlichen Zentauren, während die dunkelhäutige Zentaurin erneut der gelbblauen Zentaurin Blumen in den Schweif steckt.
Hier wird wieder nur ein Bildausschnitt gezeigt. Auf der deutschen DVD fehlt zudem eine Sekunde am Ende der Szene, in der US-Fassung jedoch nicht.
(4 Sekunden lang nur Bildausschnitt zu sehen, eine Sekunde fehlt komplett)


fanta07.jpg © Disney  fanta08.jpg © Disney  fanta09.jpg © Disney

1.09.23 - 1.09.33
Die dunkelhäutige Zentaurin marschiert hinter einer gelbbraunen Zentaurin hinterher.
Hier unterscheiden sich die dt. und die US-DVD. In der dt. Fassung sieht man 3 Sekunden lang männliche Zentauren (Diese Szene stammt von 1:09:46), 5 Sekunden weibliche Zentauten (wiederholung von 1:09:12, jedoch spiegelverkehrt) und 2 Sekunden einen Bildausschnitt aus der ursprünglichen 10sekündigen Szene bei dem die dunkelhäutige Zentaurin wieder abgeschnitten wird.
(8 Sekunden durch Wiederholung anderer Szenen ersetzt, 2 Sekunden nur Bildausschnitt zu sehen)
Die US-DVD zeigt die beiden wiederholten Szenen nur insgesamt 5 Sekunden lang und dann einen Bildausschnitt der ursprüngliche Szene in voller Länge (die Szene wird dadurch also länger und gleicht die 5 Sekunden von 1:08:53 aus). Als die dunkelhäutige Zentautin im Original hinter der anderen vorbeigeht, wird extrem nah auf den Kopf gezoomt, so daß das Bild kurzzeitig extrem unscharf wird.


fanta10.jpg © Disney  fanta11.jpg © Disney  fanta12.jpg © Disney

1.14.12 - 1.14.28
Die dunkelhäutige Zentaurin rollt einen roten Teppich aus, Bacchus wird zu seinem Ehrenplatz gebracht und rollt mit diesem die Stufen herunter.
In der deutschen Fassung fehlen die ersten 2 Sekunden ganz, danach ist nur ein Bildausschnitt zu sehen.
(2 Sekunden fehlen, 16 Sekunden nur Bildausschnitt zu sehen)
In der US-Fassung wird weder gekürzt noch gezoomt, stattdessen wurde die dunkelhäutige Zentaurin aufwendig aus der Szene herausretuschiert. Der Teppich rollt sich nun wie von Geisterhand alleine aus.


© Disney © Disney
© Disney © Disney

Zum direkten Vergleich das vorletzte Bild nochmal in der beschnittenen deutschen Version (links)
und der retuschierten amerikanischen Version (rechts)
© Disney © Disney

Es soll gerüchteweise noch eine weitere entfernte Szene mit der dunkelhäutigen Zentaurin geben, hier konnte ich jedoch noch keine unzensierte Szene finden.


DIE ZWISCHENTEILE

Der Moderator, der die einzelnen Stücke ansagt (Deems Taylor), wurde in der deutschen Fassung durch einen Off-Sprecher ersetzt, während man Aufnahmen der Musiker sieht (ob diese von anderen Stellen des Films stammen oder damals speziell für ausländische Fassungen gedreht wurden kann ich nicht mit Sicherheit sagen). Dies betrifft auch die englische Tonspur auf der deutschen DVD. Die Ansagen sind zudem gekürzt.
Seltsamerweise ist Taylor auf den Vorschaubildern im Szenen-Menü der DVD dennoch zu sehen


Links: Deutsche DVD - rechts: US-DVD
© Disney © Disney


0.01.19
Eine Aufnahme der Musiker fehlt
(10 Sekunden gekürzt)

0.01.37 - 0.01.47
Zwei kurze Aufnahmen der Musiker wurden durch zwei andere (kürzerere) ersetzt.
(7 Sekunden gekürzt, 10 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

0.01.47
Deems Taylor betritt die Bühne, stellt das Konzept von "Fantasia" vor und kündigt den ersten Titel an.
In der deutschen Fassung ist eine gekürzte Fassung der Moderation ab 0.00.53 zu hören, während die Musiker die Bühne betreten (in der Originalfassung ist dort noch kein Dialog). Die rot markierten Teile fehlen auf der deutschen DVD komplett:
"How do you do? My name is Deems Taylor and it's my very pleasant duty to welcome you here on behalf of Walt Disney, Leopard Stowski, and all the other artists and musicians whose combined talents went into the creation of this new form of entertainment, Fantasia. What you're going to see are the designs and pictures and stories that music inspired in the minds and imaginations of a group of artists. In other words, these are not going to be the interpretations of trained musicians, which I think is all to the good. Now there are three kinds of music on this Fantasia program. First there's the kind that tells a definite story. Then there's the kind that while it has no specific plot, does paint a series of more or less definite pictures. And then there's a third kind, music that exists simply for its own sake. The number that opens our Fantasia program, the 'Toccata and Fugue', is music of this third kind -- what we call 'absolute music'. Even the title has no meaning beyond a description of the form of the music. What you will see on the screen is a picture of the various abstract images that might pass through your mind if you sat in a concert hall listening to this music. At first, you're more or less conscious of the orchestra. So our picture opens with a series of impressions of the conductor and the players. Then the music begins to suggest other things to your imagination. They might be, oh, just masses of color. Or they may be cloud forms or great landscapes or vague shadows or geometrical objects floating in space. So now we present the 'Toccata and Fugue in D Minor' by Johann Sebastian Bach, interpreted in pictures by Walt Disney and his associates, and in music by the Phildelphia Orchestra and its conductor Leopold Stokowski."
(129 Sekunden gekürzt)

0.11.03 - 0.11.26
Statt des Moderators sieht man Aufnahmen der Musiker. Die Moderation ist gekürzt (roten Teile fehlen):
"You know, it's funny how wrong an artist can be about his own work. The one composition of Tchaikovsky's that he really detested was his 'Nutcracker Suite' which is probably the most popular thing he ever wrote. It's a series of dances taken out of a full-length ballet called 'The Nutcracker' that he once composed for the St. Petersburg Opera House. It wasn't much of a success and nobopdy performs it nowadays, but I'm pretty sure you'll recognize the music of the suite when you hear it. Incidentally, you won't see any nutcracker on the screen. There's nothing left of him but the title."
(16 Sekunden gekürzt, 23 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

0.25.17 - 0.25.43
Wieder Off-Sprecher statt Moderator, roter Teil fehlt:
"Now we're going to hear a piece of music that tells a very definite story. As a matter of facts, in this case the story came first and the composer wrote the music to go with it. It's a very old story, one that goes back almost 2.000 years. A legend about a sorcerer who had an apprentice. He was a bright young lad, very anxious to learn the business. As a matter of fact, he was a little bit too bright, because he started practicing some of the boss's best magic tricks before learning how to control them. One day, for instance, when he'd been told by his master to carry water to fill a cauldron, he had the brilliant idea of bringing a broomstick to life to carry the water for him. Well, this worked very well at first. Unfortunately, however, having forgotten the magic formula that would make the broomstick stop carrying the water, he found he'd started something he couldn't finish."
(27 Sekunden gekürzt, 26 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

0.35.03 - 0.35.45
Deems Taylor setzt zu seiner Ansage an, wird jedoch unterbrochen weil ein Musikinstrument umfällt. Dieses wird von den Musikern wieder aufgehoben und Taylor setzt seine Ansage fort. In der deutschen Fassung ist wieder nur ein Off-Sprecher zu hören, der "Unfall" kommt nicht vor. Die roten Teile der Moderation fehlen:
"When Igor Stravinsky wrote his ballet, 'The Rite of Spring' -- (Pause) I repeat, when Igor Stravinsky wrote his ballet 'The Rite of Spring' his purpose was in his own words, 'to express primitive life'. So Walt Disney and his fellow artists have take him at the word. Instead of presenting the ballet in its original form as a simple series of tribal dances, they have visualized it a a pageant as the story of the growth of life on Earth. And that story, as you're going to see it, isn't the product of anybody's imagination. It's a coldly accurate reproduction of what science thinks went on during the first few billion years of this planet's existence. Science, not art, wrote the scenario of this picture. According to science, the first living things here were single-celled organisms, tiny little white or green blobs of nothing in particular that lived under the water. And then as the ages passed, the oceans began to swarm with all kinds of marine creatures. Finally, after about a billion years, certain fish, more ambitious than the rest, crawled up on land and became the first amphibians. And then several hundred million years ago, nature went off on another tack and produced the dinodaurs. Now, the name "dinosaur" comes from two Greek words meaning 'terrible lizard', and they were certainly that. They came in all shapes and sizes. From little crawling horrors about the size of a chicken to hundred-ton nightmares. They were not very bright. Even the biggest of them had only the brain of a pigeon. They lives in the air and the water as well as on land. As a rule, they were vegetarians, rather amiable and easy to get along with. However, there were bullies and gangsters among them. The worst of the lot, a brute names Tyrannosaurus Rex was probably the meanest killer that ever roamed the earth. The dinosaurs were lords of creation for about 200 million years. And then -- Well, we don't exactly know what happened. Some Scientists think that great droughts and earthquakes turned the whole world into a gigantic dustbowl. In any case, the dinosaurs were wiped out. That is where our story ends. Where it begins is at a time infinitely far back when there was no life at all on earth, nothing but clouds of steam, boiling seas and exploding volcanoes. So now imagine yourselves out in space billions and billions of years ago looking down on this lonely, tormented little planet spinning through an empty sea of nothingness.
(142 Sekunden gekürzt, 42 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

0.57.27
Deems Taylor teilt mit "And now we'll have a 15 minute intermission" und geht aus dem Bild, die Musiker stehen auf und gehen ebenfalls raus. Der Vorhang (?) schließt sich, es wird kurz die Titelkarte gezeigt und der Verhang öffnet sich wieder. Die Musiker kommen zu ihren Plätzen zurück. Die deutsche Fassung setzt wieder ein als die Musiker anfangen zu spielen.
(117 Sekunden gekürzt)

0.58.32 - 0.59.09
Deems Taylor betritt die Bühne und räuspert sich, woraufhin die Musiker aufhören zu spielen. Taylor kündigt nun die Tonspur an. In der deutschen Fassung sieht man wieder andere Bilder der Musiker und hört einen Off-Sprecher, diesmal nur leicht gekürzt:
"Before we get into the second half of the program, I'd like to introduce somebody to you, somebody who's very important to Fantasia. He's very shy and very retiring. I just happened to run across him one day at Disney studios. But when i did. I realized that here was not only an indispensable member of the organization, but a screen personality whose possibilities nobody had ever noticed. So I'm very happy to have this opportunity to introduce to you the Soundtrack."
(5 Sekunden gekürzt, 37 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

1.01.52 - 1.02.08
Wieder Off-Sprecher statt Moderator, roter Teil fehlt:
"The symphony that Beethoven called the 'Pastoral', his sixth, is one of the few pieces of music he ever wrote that tells something like a definite story. He was a great nature lover, and in this symphony he paints a musical picture of a day in the country. Of course, the country that Beethoven described was the countryside with which he was familar. But his music covers a much wider field than that and so Walt Disney has given the 'Pastoral Symphony' a mythological setting and the setting is of Mount Olympus, the abode of the gods. And here, first of all, we meet a group of fabulous creatures of the field and forest -- unicorns, fawns, Pegasus the flying horse and his entire family, the centaurs, those strange creatures that are half man and half horse and their girlfriends, the centaurettes. Later on, we meet our old friend Bacchus, the god of wine presiding over a bacchanal. The party did interrupted by a storm, and now we see Vulcan forging thunderbolts and handing them over to the king of all the gods, Zeus who play darts with them. As the storm clears, we see Iris, the goddess of the rainbow and Apollo, driving his sun chariot across the sky. And then Morpheus, the god of sleep covers everything with his cloak of night as Diana, using the new moon as a bowl shoots and arrow of fire that sprangles the sky with stars."
(70 Sekunden gekürzt, 16 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

1.23.34 - 1.23.55
Wieder Off-Sprecher statt Moderator, roter Teil fehlt:
"Now we're going to do one of the most famous and popular ballets ever written -- the 'Dance of the Hours' from Ponchielli's opera 'La Gioconda'. It's a pageant of the hours of the day. We see first a group of dancers in costumes to suggest the delicate light of dawn. Then a second group enters dressed to represent the brilliant light of noon day. As these withdraw, a third group enters in costumes that suggest the delicate tones of early evening. Then a last group, all in black, the somber hours of the night. Suddenly, the orchestra bursts into a brilliant finale in which the hours of darkness are overcome by the hours of light. All this takes place in the great hall, with its garden beyond, of the palace of Duke Alvise, a venetian nobleman."
(35 Sekunden gekürzt, 21 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)

1.35.48 - 1.36.09
Wieder Off-Sprecher statt Moderator, roter Teil fehlt:
"The last number in our Fantasia program is a combination of two pieces of music so utterly different in construction and mood that they set each other off perfectly. The first is 'A Night of the bald Mountain' by one of Russia's greatest composers, Modeste Moussorgsky. The second is Franz Schubert's world-famous 'Ave Maria'. Musically and dramatically, we have here a picture of the struggle between the profane and the sacred. 'Bald Mountain' according to tradition, is the gathering place of Satan and his followers. Here on Walpurgnisnacht, which is the equivalent of our own Halloween, the creatures of evil gather to worship their master. Under his spell, they dance furiously until the coming of dawn and the sounds of church bells send the infernal army slinking back into theri abodes of darkness. And then we hear the 'Ave Maria', with is message of the triumph and hope of life over the powers of despair and death."
(39 Sekunden gekürzt, 21 Sekunden durch anderes Bildmaterial ersetzt)



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